Kreativität und Prävention

Gemeinsam kreative Wege gehen

Kreativität ist eine wichtige und wertvolle Ressource in der Präventionsarbeit. Gerade in der Arbeit mit Jugendlichen braucht es kreativer Medien, denn diese sprechen neben dem Verstand vor allem die so wichtige emotionale Ebene an.

In der Ausstellung können sich die jungen Besucher und Besucherinnen über Lieder (Hörstation) und Porträts interaktiv und multimedial mit der Thematik Ess-Störungen & Jugendidentität auseinandersetzen und ins Gespräch kommen. Darüber hinaus werden in fünf Schatzkisten und einer Öltonne symbolisch Wege der Vorbeugung und der Krankheitsbewältigung aufgezeigt.

Gerade dort, wo Worte fehlen, können Bilder und Musik stellvertretend sprechen. Jugendliche bekommen über Musik, Bilder, Collagen und Texte von Betroffenen einen persönlichen, unmittelbaren Zugang zur Problematik der Ess-Störung. Die Schülerinnen und Schüler erleben sich als Schauende, Hörende und Gestaltende und eröffnen sich dadurch unterschiedliche Spielräume, um die Problematik ganzheitlich zu erfassen. (Stephanie Lahusen).

Das Projekt basiert auf den Erfahrungen langjähriger musiktherapeutischer Arbeit. Es verdeutlicht das schöpferische Potential der Betroffenen und stellt dessen zentrale Bedeutung für die Prävention und Überwindung von Essstörungen heraus. Das Projekt wurde mit dem Bayerischen Gesundheits-und Präventionspreis (1.Preis) ausgezeichnet.